Aktuell

Aus Katholischer Landvolkbewegung Deutschland wird „KLB – Katholischer Verband für die Menschen im ländlichen Raum“

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt auf der Bundesversammlung der KLB in Niederalteich, Bistum Passau, war der Beschluss zur Namensgebung für die KLB. Seit einem Antrag der KLB Freiburg auf der Bundesversammlung im Jahr 2023 wurde in den Diözesanverbänden, in Arbeitskreisen und im Bundesvorstand darüber diskutiert, ob die Katholische Landvolkbewegung Deutschland in Katholische Landbewegung Deutschland umbenannt wird. Hintergrund war eine zunehmende, nicht nur befürchtete, Vereinnahmung des Namens durch rechte und rechtsextremistische Gruppierungen, die sich auf das Landvolk aus der Zeit des Nationalsozialismus` bezogen. Hiervon jedoch sollte und wollte sich die KLB Deutschland eindeutig distanzieren. Die ursprüngliche Bedeutung des Namensteiles als „Volk Gottes“ war in den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen nicht mehr deutlich geworden und ist immer schwieriger verständlich zu machen.

In den Diskussionen in den Diözesanverbänden und auf Bundesebene zeigte sich eine unterschiedlich starke Verbundenheit mit dem Begriff Landvolk, die nur schwer aufzulösen war. Der Weg des Konsensierens führte zu neuen Perspektiven.

„Wir haben mit dieser Methode gearbeitet, da sie keine Verlierer und Gewinner hervorruft.“, so Dagmar Feldmann, Bundesvorsitzende der KLB Deutschland. „Stattdessen wurde Kreativität freigesetzt, die unseren Auftrag in den Mittelpunkt stellte, nämlich für die Menschen im ländlichen Raum da zu sein, Position zu beziehen und im ländlichen Raum Gemeinschaft zu gestalten und dies auf der Basis der christlichen Schöpfungsverantwortung. Gleichzeitig zeigte sich, dass die KLB in den 75 Jahren ihres Bestehens zu einer „Marke“ geworden war. Dies bedeutete, dass KLB auf jeden Fall Bestandteil des Namens bleiben sollte.“

Auf der diesjährigen Bundesversammlung musste nun eindeutig und klar votiert werden. Soll die KLB weiterhin Katholische Landvolkbewegung heißen oder wird aus ihr die KLB – katholischer Verband für die Menschen im ländlichen Raum? Mit mehr als der erforderlichen 2/3-Mehrheit wurde der neue Name beschlossen. Der neue Name „KLB – Katholischer Verband für die Menschen im ländlichen Raum“ ist ein Name, der den Auftrag der KLB deutlich macht.

 

Der Bundesvorstand betont in dem Zusammenhang noch einmal:
„Die KLB grenzt sich bewusst und deutlich von nationalistischen und rechtsextremen Tendenzen und Gruppierungen ab. Für den Verband und die Menschen, die sich in ihm engagieren, sind die gemeinsamen europäischen Werte unverhandelbar. Diese Werte:  Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit, Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören, sind auch die Werte, die für das Handeln der KLB-Mitglieder leitend sind.“

Doppelspitze der KLB wieder vollständig – Hans Gall wurde zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt

Auf der Bundesversammlung der KLB in Niederalteich, Bistum Passau, wurde Hans Gall von den 67 Delegierten der KLB aus ganz Deutschland mit überwältigender Mehrheit (98,5%) zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Nach dem Rücktritt von Dr. Kurt Kreiten im Januar war eine Nachwahl erforderlich geworden. Hans Gall war bereits stellvertretender Vorsitzender und kannte die Zusammenarbeit im Bundesvorstand daher schon gut. Dem Landwirt aus der Nähe des Ammersees fiel die Entscheidung daher nicht schwer.

„Der Bundesvorstand der KLB zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass jedes Mitglied besondere Kompetenzen und Stärken hat und diese in das Gremium und den Verband mit Freude einbringt. In diesem guten Miteinander mehr Verantwortung zu übernehmen, ist daher mehr Freude als Pflicht,“ so der neue Bundesvorsitzende Hans Gall.

Die KLB ist ein katholischer Verband für die Menschen im ländlichen Raum und seit seiner Gründung vor 75 Jahren in seinen Funktionen paritätisch besetzt. Gemeinsam mit der weiblichen Bundesvorsitzenden Dagmar Feldmann aus dem Erzbistum Paderborn wird Hans Gall nun die Geschicke des Verbandes im Team leiten. Beim Studientag der KLB im Anschluss an die Bundesversammlung haben die beiden Vorsitzenden das gute Zusammenwirken bereits sichtbar gemacht.

Bis zum Eintritt in den Ruhestand vor wenigen Wochen bewirtschaftete Hans Gall zusammen mit seiner Frau Angelika einen Öko-Milchviehbetrieb im Alpenvorland. In den letzten Jahren wurde der Hof in einer längeren Übergangsphase gemeinsam mit den Hofnachfolgern geführt. Seine Frau und er legten großen Wert auf die praktische Ausbildung junger Menschen in der Land- und Hauswirtschaft und nahmen zusätzlich im Rahmen eines Therapieprojektes junge Menschen bei sich auf. „Ehrenamt, sei es in kirchlichen Verbänden und Einrichtungen, Kommune oder Berufsstand ist für mich eine Bereicherung und gehört selbstverständlich zum Leben dazu.“ In der Vorstandsarbeit wird Hans Gall insbesondere die landwirtschaftlichen Themen begleiten und diese eingebettet in die gesellschaftspolitischen Entwicklungen in Deutschland sowie international beobachten.

„Im Rahmen von Schöpfungsverantwortung und globaler Gerechtigkeit stehen uns aus meiner Sicht in der landwirtschaftlichen Erzeugung sowie der menschlichen Ernährung mittel- und langfristig große Veränderungen ins Haus. Diese mit der KLB konstruktiv begleiten zu können, ist eine herausfordernde, aber auch Befriedigung schenkende Aufgabe.“

Landwirtschaft braucht Fairness

Gemeinsam mit Fairtrade und anderen Institutionen setzt sich die KLB Deutschland seit vielen Jahren für faire Preise und faire Handelspraktiken in der Landwirtschaft ein. Ganz aktuell ist sie Mitinitiatorin eines Appells „Landwirtschaft braucht Fairness“!

Weltweit – auch in Deutschland sind faire Preise nicht selbstverständlich. Fair sind Preise, wenn die Menschen ein existenzsicherndes Einkommen erzielen, ein Einkommen, das es möglich macht, Kosten für Ernährung, Wohnen und Gesundheit zu decken, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und auch einen Notgroschen zurücklegen zu können. Und es muss möglich sein, in zukunftsfähige, umweltschonende Anbaumethoden zu investieren. Nur wer nachhaltig wirtschaftet, kann seinen Betrieb weiterentwickeln, Böden schonen und die nächste Generation ermutigen, in der Landwirtschaft zu bleiben. Faire Preise sind also kein Luxus – sie sind die Basis für Ernährungssicherheit, Klimaschutz und den Erhalt bäuerlicher Strukturen. Damit dies gelingen kann, nutzen wir dieses Jahr, in dem die sog. UTP-Richtlinie der EU überarbeitet wird und fordern den Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und die Bundesregierung auf, sich für verbindlich faire Preise in der Landwirtschaft einzusetzen – in Deutschland, in Europa und weltweit.

Der Appell findet sich mit Unterschriftsliste hier:

Appell_Landwirtschaft braucht Fairness

Unterschriftenbogen LbF

Studientag betont Gemeinwohlleistung der Landwirtschaft und fordert nachhaltige Landwirtschaftspolitik

Eine unter anderem mit dem ehemaligen Leiter der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL), Prof. Dr. Peter Strohschneider, der Abteilungsleiterin Agrarpolitik des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat (BMLEH), Ministerialdirigentin Christel Jagst, und dem Vorsitzenden des Bund Naturschutzes (BUND) Bayern, Martin Geilhufe, hochkarätig besetzte Veranstaltung zur Zukunft der Landwirtschaft hat sich am Wochenende in Eichstätt mit der Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union befasst. Breite Einigkeit herrschte bei der Forderung nach einem weiterhin eigenständigen EU-Agraretat, wie ihn auch die Bayerische Landwirtschafsministerin Kaniber fordert, und darüber, dass die ökologischen und sozialen Leistungen der Bäuerinnen und Bauern honoriert werden müssen.

Die von Prof. Strohschneider geleiteten Gremien „Zukunftskommission Landwirtschaft“ (ZKL) und „Strategischer Dialog“ (SD) haben in den Jahren 2020 bis 2024 auf deutscher bzw. europäischer Ebene auf breiter gesellschaftlicher Basis konsensual Vorschläge für die zukünftige Ausrichtung der Ernährung und der Landwirtschaft erarbeitet und der Politik vorgelegt. Der am vergangenen Samstag gemeinsam von der Stabsstelle Schöpfung, Klima- und Umweltschutz im Bistum Eichstätt, dem Landesbildungswerk der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) in Bayern e.V. und dem Bund Naturschutz Bayern verantwortete Studientag „Zukunft der Landwirtschaft – eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe!“, zu dem etwa 90 Teilnehmende aus ganz Bayern gekommen waren, versuchte herauszuarbeiten, in wieweit die aktuelle Landwirtschaftspolitik diese Leitlinien aufgreift. Dabei nahm die Veranstaltung insbesondere die aktuellen Pläne der EU für die Ausrichtung der der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028 in den Blick.

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LANDaktiv nun auch online abrufbar

 

Die Redaktionskonferenz der LANDaktiv, der Verbandszeitschrift der KLB Deutschland, hat auf Ihrer letzten Sitzung beschlossen, die LANDaktiv einjge Zeit nach ihrem Erscheinen auch über die Homepage abrufbar zu machen.

Wir sind uns bewusst, dass die LANDaktiv ein wichtiges Medium ist, das die Mitglieder in ihren Briefkästen ganz „old school“ als Druckerzeugniss haben wollen. Die LANDaktiv ist kein Medium als online-Zeitung, aber auch wir wollen ein wenig „mit der Zeit gehen“. Daher haben wir uns entschlossen, sie einige Zeit nach ihrem Erscheinen als pdf abrufbar zu machen.

Dies ist also die Premiere!

Die Ausgabe 06-2025 Danke, es ist genug! können Sie nun hier finden: la_04-2025_final Weiterlesen …

LAND: Raum für Zukunft – KLB Deutschland auf dem Zukunftsforum Ländliche Entwicklung

Heute Mittag beginnt das Zukunftsforum Ländliche Entwicklung. Die Katholische Landvolkbewegung ist mit zwei Fachforen, die aufzeigen wie wichtig kirchliche Akteure im ländlichen Raum sind, vertreten. Bei der Eröffnungsfeier wird die Bundesgeschäftsführerin der KLB Deutschland, Bettina Locklair, die unterschiedlichen Nutzungsanforderungen an landwirtschaftliche Flächen und die Herausforderungen für Landwirtinnen und Landwirte darstellen. 

Die beiden Fachforen finden am Donnerstagvormittag statt und sind im Livestream zu verfolgen Livestreams: Zukunftsforum

Fachforum 22 – Donnerstag 22. Januar 2026 – 09:00 – 10:30 Uhr

Mehr als 4 Wände und ein Turm – Kirchen als nachhaltiger Zukunftsraum

in Kooperation mit dem KDFB und dem Ökumenischen Netzwerk Eine Erde

und

Fachforum 30 – Donnerstag 22. Januar 2026 – 11:00 – 12:30 Uhr

Der Raum wird knapp –
Wie wollen wir mit der Flächenkonkurrenz in Deutschland umgehen?

in Kooperation mit dem Westfälisch-lippischen Landwirtschaftsverband (WLV)

Wie können sich die Kirchen mit ihren Räumen und ihren Flächen in eine nachhaltige, zukunftsorientierte Nutzung zum Wohle der Gemeinschaft einbringen? Das ist die grundlegende Fragen. Welche Verantwortung und welche Möglichkeiten bestehen?

Im Fachforum 22 geht es um die Räume, sei es Kirche oder Pfarrhaus, die mit neuen Nutzungen lebendig bleiben und so zu einem sozialen Miteinander gerade in den ländlichen Räumen beitragen.

Im Fachforum 30 geht es um (landwirtschaftliche) Flächen. Diese werden immer knapper und müssen immer mehr Anforderungen erfüllen. Wie kann das gehen, wer trägt die Verantwortung, was kann gemeinsam bewirkt werden?

Einzelheiten finden Sie hier KLB Deutschland auf dem Zukunftsforum Ländliche Entwicklung 2026

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Verstärkung in der Bundesstelle

Marion Pinnen ergänzt und verstärkt das Team in der Bundesstelle der KLB Deutschland

Seit Anfang Januar konnte die einjährige Vakanz in der Bundesstelle endlich beendet werden. Marion Pinnen, die bereits vor einigen Jahren im Redaktionsbüro der LANDaktiv tätig war, ist nun mit einer halben Stelle als Assistenz der Geschäftsführung und des Bundesvorstandes tätig. Sie unterstützt in der organisatorischen Gestaltung der Verbandsarbeit und ist Ansprechpartnerin für die Diözesanverbände der KLB in ganz Deutschland. Die Anfragen von Mitgliedern, Diözesanverbänden, Ministerien und Kooperationspartnern  nimmt sie an und wird sie zielgerichtet weitergeben.

Wir freuen uns, dass Frau Pinnen sich mit ihrer verbandlichen und wirtschaftlichen Erfahrung für die KLB Deutschland entschieden hat und uns nun begleiten wird.

Frau Pinnen ist über die Telefonnummer der KLB Deutschland 02224 71 0 31 und per Mail marion.pinnen@klb-deutschland.de erreichbar.

Auf gute Zusammenarbeit!

„Nicht nur ackern, auch entscheiden!“

Verbändebündnis veröffentlicht Erklärung zum Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft 2026

Anlässlich des Internationalen Jahres der Frauen in der Landwirtschaft 2026 hat sich ein breites Bündnis von Verbänden aus Landwirtschaft und Ländlichem Raum zusammengeschlossen und eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Das Bündnis fordert die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in ihrer ganzen Vielfalt in allen Bereichen der Landwirtschaft.

Frauen sind zentral für die Zukunft der Landwirtschaft, als Betriebsleiterinnen, mithelfende Familienangehörige, Arbeitnehmerinnen, Saisonarbeiterinnen, Hausfrauen, Mütter, Pflegende oder Ehrenamtliche. Obwohl sie in vielen Betrieben an strategischen Entscheidungen beteiligt sind und elementare Aufgaben übernehmen, bleiben ihre Leistungen häufig unsichtbar und rechtlich ungleich anerkannt. Fast 90 % der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland werden derzeit von Männern geführt, und die rechtliche Beteiligung von Frauen an Betrieben ist längst nicht selbstverständlich.

„Frauen leisten tagtäglich unverzichtbare Arbeit in der Landwirtschaft, doch ihre Beiträge werden häufig nicht angemessen anerkannt – weder ideell noch monetär“, so das Verbändebündnis. „Die Leistungen aller Frauen müssen gesehen, gewürdigt und rechtlich anerkannt werden. Dafür setzen wir mit dieser Erklärung zum Auftakt des internationalen Jahres der Frauen in der Landwirtschaft verbandsübergreifend ein Zeichen.“

Das Bündnis hat in seiner Erklärung acht Handlungsfelder definiert mit dem Appell an Politik, Zivilgesellschaft und Verbände, in diesen Bereichen aktiv zu werden. „Mit dieser Erklärung laden wir zur Diskussion ein und freuen uns, das Jahr gemeinsam mit vielen Akteurinnen und Akteuren zu nutzen, um die Situation von Frauen wirkungsvoll und nachhaltig in der Landwirtschaft zu verbessern.“

Hier finden Sie die Erklärung zum download: Nicht nur ackern, auch entscheiden_final

EU-Ministerrat hat der Deregulierung von Produkten aus neuer Gentechnik zugestimmt

Wahlfreiheit und Koexistenz, Verbraucherschutz und Vorsorgeprinzip sind nicht mehr gewährleistet, wenn das Europaparlament ebenfalls zustimmt.

Ohne Kennzeichnung – das heißt ohne Erkennbarkeit für die Landwirt*innen und die Verbraucher*innen – , ohne Rückholbarkeit, ohne jegliche Schutzmöglichkeiten vor Kontaminationen und ohne Haftungsregelungen wird das Vorsorgeprinzip, das noch immer in der EU gilt, außer Kraft gesetzt.

In den vergangenen Wochen haben wir uns mit anderen Verbänden gemeinsam an die deutschen Minister und Ministerinnen gewandt. Sie scheinen unseren Argumenten gefolgt zu sein. Deutschland hat dem Vorschlag im Rat nicht zugestimmt – Danke dafür an dieser Stelle.

Der Brief an den Bundeslandwirtschaftsminister und unsere Argumente finden Sie hier

Gemeinsamer Verbaendebrief an BMLEH zum vorlaeufigen Trilog-Beschluss der geplanten NGT-Verordnung_12.12.2025

Nun müssen Sie aktiv werden! Schreiben Sie an Ihre Europaangeordneten! Nutzen Sie gerne unsere Argumente!

Vor dem aktuellen Hintergrund hat der Beschluss der KLB Deutschland für eine gentechnikfreie Landwirtschaft eine besondere Aktualität. Wir fordern die Mitglieder im EU-Parlament auf, bei ihrer Entscheidung folgende Kriterien vorzusehen und ihre Entscheidung danach auszurichten: Weiterlesen …

Gentechnikfreie Landwirtschaft muss auch zukünftig noch möglich sein!

KLB Deutschland fordert im Trilog die Berücksichtigung von Wahlfreiheit, Koexistenz und die Einhaltung des Vorsorgeprinzips sowie das Verbot von Biopatenten

Morgen steht in Brüssel eine weitreichende Entscheidung zu den neuen Regelungen für die sogenannten neuen Gentechniken (NGT) an. Die Gefahr, dass zukünftig nahezu 90 – 95 % der neuen Gentechnik-Pflanzen ohne Risikoprüfung angebaut und deren Produkte verkauft werden können, ist zu groß. Eine Lösung, die Wahlfreiheit gewährleistet und Biopatente verhindert, scheint nicht in Sicht zu sein.

Ohne Kennzeichnung – das heißt ohne Erkennbarkeit für die Landwirt*innen und die Verbraucher*innen – , ohne Rückholbarkeit, ohne jegliche Schutzmöglichkeiten vor Kontaminationen und ohne Haftungsregelungen wird das Vorsorgeprinzip, das noch immer in der EU gilt, außer Kraft gesetzt. Vor diesem Hintergrund hat der Beschluss der KLB Deutschland für eine gentechnikfreie Landwirtschaft eine besondere Aktualität. Auch für die morgige Sitzung werden die Triolog-Partner (EU-Kommission, EU-Parlament und den EU-Rat) aufgefordert, folgende Kriterien vorzusehen und ihre Entscheidung danach auszurichten: Weiterlesen …