Aktuell

Übergabe der Erntekrone an den Bundespräsidenten mit besonderem Blick auf die Frauen in der Landwirtschaft

In diesem Jahr wurde die Erntekrone an den Bundespräsidenten Dr. Frank-Walter Steinmeier am 18. Oktober 2026 in Kulmbach übergeben. Mit der traditionellen Übergabe haben Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Bauernverbandes (DBV), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), des Katholischen Verbandes für die Menschen im ländlichen Raum (KLB) und des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv), gemeinsam mit dem Staatsoberhaupt ein Zeichen der Wertschätzung für Landwirtschaft und ländliche Räume gesetzt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dankt den Landwirtinnen und Landwirten für ihre tägliche Arbeit und findet berührende Worte zur Bedeutung von Erntedank: „Ich will hoffen, dass viele Menschen in diesem Land Erntedank auch als eine Gelegenheit des Innehaltens empfinden. Innehalten, nachdenken darüber, das was wir täglich genießen können keine Selbstverständlichkeit ist. Nicht in diesem Lande und erst recht nicht überall auf der Welt.“

Hans Gall, der zum ersten Mal als Bundesvorsitzender der KLB Deutschland an der Übergabe teilgenommen hat, zeigte sich zum einen beeindruckt, dass die Verbindung von Glaube und Dank an diesem Tag so deutlich zum Ausdruck kommt, nicht nur als Wertschätzung für die Landwirtschaft, sondern auch als Anerkennung aller, die den ländlichen Raum lebenswert gestalten. Die Verbindung von Landwirtschaft und ländlichen Räumen ist dabei eine Besondere: „Erntedank zeigt zudem die enge Verbindung von Landwirtschaft und lebendigem ländlichen Raum. Ohne Landwirtinnen und Landwirte und ihr vielfältiges Engagement in der Gemeinschaft vor Ort wäre der ländliche Raum weniger lebenswert. Auch dieses gilt es zu sehen und wert zu schätzen.“

Am Stand der KLB Deutschland war in diesem Jahr die Landwirtschaftliche Familienberatung der KLB Bamberg zu Gast. In einem intensiven Austausch mit dem Bundespräsidenten und seiner Gattin wurden die psychischen Belastungen in den Landwirtschaftsfamilien benannt und aufgezeigt, wie notwendig und hilfreich das Beratungsangebot beider Kirchen in schwierigen betrieblichen oder auch familiären Situationen ist.

Die gemeinsame Erntedankerklärung 2026 steht unter dem Leitgedanken, dass ohne Frauen keine Zukunft wächst. Im Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft rückt sie die Leistungen von Frauen in Landwirtschaft und ländlichen Räumen in den Mittelpunkt und fordert gleiche Chancen, verlässliche Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Anerkennung. Hierauf legt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, den Fokus: „Regionale und weltweite Ernährungssicherung ist nur mit den Frauen in der Landwirtschaft zu erreichen. Durch das Internationale Jahr der Frauen in der Landwirtschaft werden die weiblichen Leistungen in der Landwirtschaft sichtbarer gemacht. Das ist ein wichtiger Erfolg, denn Frauen werden nun mehr gehört und ihr Einfluss führt zu positiven Entwicklungen für die gesamte Ernährungssicherheit.“

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, bedankte sich beim Bundespräsidenten für die Wertschätzung gegenüber den Bäuerinnen und Bauern. Zugleich betonte er die strategische Bedeutung einer leistungsfähigen heimischen Landwirtschaft: „Eine sichere Versorgung mit Lebensmitteln ist keine Selbstverständlichkeit. Die internationalen Krisen der vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig eine starke heimische Landwirtschaft für die Ernährungssicherheit unseres Landes ist. Sie bildet eine Grundlage für gesellschaftliche Stabilität und wirtschaftlichen Erfolg. Das Erntedankfest bietet Anlass, sich diese Zusammenhänge bewusst zu machen. Wer auch künftig regionale und nachhaltig erzeugte Lebensmittel aus Deutschland möchte, muss der Landwirtschaft die nötigen Perspektiven und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen bieten.“

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, Beauftragte für Schöpfungsverantwortung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) legt den Fokus auf Schöpfung, Vertrauen und Zuversicht: „Wir können dankbar sein, dass Gott uns auch in Krisen trägt, dass er, theologisch gesagt, seine Schöpfung nicht verlässt, sondern erhält und uns Möglichkeiten zum Handeln schenkt. Das Vertrauen darauf, die Dankbarkeit für Spielräume, die Gott uns schenkt, und die Wertschätzung für alle, die uns mit guten Nahrungsmitteln versorgen, sind für mich an Erntedank zentral.“

Die Übergabe der Erntekrone ist eine langjährige Tradition zum Erntedankfest. Sie verbindet den Dank für die Ernte mit der Anerkennung der Menschen, die Lebensmittel erzeugen, Verantwortung übernehmen und das Leben in ländlichen Räumen gestalten.

Die gemeinsame Erntedankerklärung 2026 finden Sie hier:

Erntedankerklärung 2026_final

Erntedank – Dank auch und in diesem Jahr vor allem an alle Ehrenamtlichen in der KLB

Die KLB Deutschland heißt nun KLB – Katholischer Verband für die Menschen im ländlichen Raum. Damit wollen wir unter anderem zum Ausdruck bringen, dass uns die Menschen und die Begegnungen mit ihnen besonders am Herzen liegen. Begegnungen sind nur möglich, wenn es Menschen gibt, die sich auf den Weg machen, die ansprechbar sind, zuhören, Ideen haben und sie umsetzen, mit offenen Augen und Herzen präsent sind – und die dafür Zeit schenken.

Zu diesen Menschen gehören die Menschen, die in der KLB ehrenamtlich tätig sind!

Daher möchten wir Erntedank zum Anlass nehmen, Dir für ihr ehrenamtliches Engagement in der KLB und darüber hinaus herzlich zu danken. Für uns ist es nicht selbstverständlich, wie viel Zeit, Energie, Ideen und Herzblut sie einbringen. Viel zu selten zeigen wir, wie sehr wir dieses Engagement schätzen und wie dankbar wir dafür sind.
Ihr Einsatz ist ein wertvoller Beitrag zur KLB und zu unserer Gesellschaft. Mit ihrem verbandlichen, kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Engagement gestalten sie Gemeinschaft, stärken das Miteinander im ländlichen Raum und geben wichtige Impulse für Kirche und Gesellschaft. Sie machen die Anliegen der Menschen sichtbar, bringen Menschen miteinander ins Gespräch und setzen sich dafür ein, dass aus Ideen konkretes Handeln wird.
Wertschätzung für das Ehrenamt bedeutet für uns deshalb auch, sichtbar zu machen, was durch diese Menschen möglich wird: eine lebendige, vielfältige und engagierte KLB.
DANKE!

Kirchliches Bündnis warnt vor Ausbremsen der Energiewende

Ökumenischer Appell fordert verlässliche politische Rahmenbedingungen

Die KLB Deutschland ist Teil eines breiten Bündnisses aus Landeskirchen, kirchlichen Verbänden und Organisationen sowie Persönlichkeiten beider Konfessionen hat im Vorfeld der parlamentarischen Beratungen zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und zum Netzausbaupaket den „Ökumenischen Appell für eine gerechte Klima- und Energiepolitik“ veröffentlicht. Unterstützt wird der Aufruf von namhaften Vertreterinnen und Vertretern beider Kirchen, darunter die Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt und die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Irme Stetter-Karp. Darin äußern sie ihre Sorge über politische Vorhaben wie den aktuellen Gesetzesentwurf der Bundesregierung, die den Ausbau erneuerbarer Energien ausbremsen und Deutschlands Abhängigkeit von fossilen Energien länger festschreiben könnten.

Die Landesbischöfin der Nordkirche und Schöpfungsbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland, Kristina Kühnbaum-Schmidt, betont den Handlungsbedarf mit Blick auf künftige Generationen und die Menschen im Globalen Süden: „Wir tragen Verantwortung für Gottes Schöpfung und für die Menschen, die auf sie angewiesen sind. Die vergangenen Monate haben erneut gezeigt, wie spürbar die Folgen der Klimaveränderungen bereits heute sind – für unsere Lebensgrundlagen und besonders für die Menschen im globalen Süden. Was wir jetzt unterlassen, belastet kommende Generationen.”

Dr. Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, unterstreicht die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für die Energiewende: „Dass die Bundesregierung einen Fahrplan zum Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas vorgelegt hat, war ein überaus richtungsweisender Schritt. Es entsteht eine zukunftsfähige Perspektive: Gelder fließen in lokale Wertschöpfung anstatt in teure fossile Importe. Treibhausgas-Emissionen sinken ebenso wie Abhängigkeiten. Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und das Netzpaket gefährden jedoch diesen Weg. Wenn Anreize für Investitionen sinken, droht die Energiewende ausgebremst zu werden.“

Im Appell fordern die Unterzeichnenden die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag auf, den Ausbau von Wind- und Solarenergie konsequent voranzutreiben, den Ausstieg aus fossilen Energien verbindlich abzusichern und die Energiewende sozial gerecht zu gestalten. Statt neuer fossiler Abhängigkeiten brauche Deutschland verlässliche politische Rahmenbedingungen für Klimaschutz, Investitionen und Versorgungssicherheit. Die Unterstützerinnen und Unterstützer appellieren an die Abgeordneten, die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und das Netzausbaupaket so zu gestalten, dass sie den Übergang zu einem klimaneutralen Energiesystem beschleunigen und nicht ausbremsen.

Den Appell finden Sie hier: oekumenischer-appell-energie-und-klimapolitik-2026

Wenn Noah sich heute weigern würde …

… Wer schützt und erhält heute die Lebensgrundlagen?

Auf (Kirchen)Land für Wasser, Nahrung, Natur- und Klimaschutz 

Evangelische Akademie Loccum vom 4. – 5. September 2026

Land und Wasser sind die Grundlage für Ernährung, Klimaschutz, Biodiversität und die Existenz landwirtschaftlicher Betriebe. Diese wertvollen Ressourcen sind endlich und weder vermehr- noch austauschbar. Eine zukunftsfähige Wirtschaftsweise, die innerhalb der planetaren Grenzen wirtschaftet, ist daher überlebenswichtig, für die Betriebe ebenso wie für eine lebensraumbietende Welt.

Wie bilden wir eine Gemeinschaft der Willigen aus Landwirtschaft, Naturschutz, Kirchen, Politik u. a., die sich für eine nachhaltige Landnutzung und den Erhalt der Lebensgrundlagen generell einsetzt? Welche Rolle können und wollen Kirchen überneh men?

Ziel der Tagung ist eine Klärung darüber,

  • was unter einem theologisch-ethisch-verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Schöpfung zu verstehen ist,
  • wie benannte Ziele erreicht und gute Verfahren Verbreitung finden können,
  • welche Visionen von einer zukünftigen Landwirtschaft im Raum stehen,
  • welche Vorstellungen geteilt werden und
  • wie diese durch praktikable Schritte zu erreichen sind.

In schon gewohnter Zusammenarbeit laden wir Sie herzlich ein, Ihre Erfahrungen und Fragen in die Debatte einzubringen und miteinander zu diskutieren.

Dr. habil. Monika C. M. Müller, Biologin, Studien- und Tagungsleiterin, Ev. Akademie Loccum

Bettina Locklair, Bundesgeschäftsführerin, KLB Deutschland

Ulrich Oskamp, Diözesanreferent i.R., Katholische Landbewegung Münster

Dr. Jan Menkhaus, wissenschaftlicher Referent, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Nordkirche

Thomas Beil, Biologe, Geschäftsführer, Greifswalder Agrarinitiative e.V.

Prof. Dr. Julia Koll, Direktorin, Ev. Akademie Loccum

Das Programm finden Sie hier: Kirchenland_wenn Noah.. 2026-09-04-Loccum

Anmeldungen sind bei der Akademie möglich:
Tagungsanmeldung – Evangelische Akademie Loccum

 

 

Ein Menschenfreund

Landvolkseelsorger Libert Hirt starb im Alter von 87 Jahren in Stuttgart

Libert Hirt war von 2010 bis 2017 Bundesseelsorger der KLB Deutschland, am 19. Juni 2026 wurde er in Degerloch im Bistum Rottenburg-Stuttgart beigesetzt. Mit seiner Schwester, den Familien Schöllhammer und Ameres sowie den Mitgliedern der Gemeinde Mariä Himmelfahrt trauern die katholischen Verbände im ländlichen Raum um den Diözesanseelsorger der KLJB und den Landvolkseelsorger der KLB. Er war ein Begleiter und Leiter auf dem Lebens- und Glaubensweg, ein fundierter Theologe und ein großer Menschenfreund.

Es ist aber auch Platz für Dankbarkeit. Dankbarkeit für die Gottesdienste, die wir miteinander feiern durften, für die Gespräche – wirklich über Gott und die Welt -, danke für den Einsatz für die Menschen besonders auch auf dem Lande hier und auf der ganzen Welt.

Mit Pfarrer Libert Hirt zusammenzuarbeiten, war erquickend und immer eine Bereicherung. Weiterlesen …

Europaweites Bündnis mit fast 70 Organisationen lädt zur Protest-Aktion am 16. Juni 2026 in Strasbourg ein

Gemeinsame Demonstration gegen die Deregulierung von Neuen Gentechnik-Pflanzen anlässlich der Abstimmung des Europaparlaments über Neue Gentechniken am

Kurz vor der entscheidenden Abstimmung im Europaparlament lädt eine breite Koalition aus Bäuer:innen, Züchter:innen, Verarbeitenden, Händler:innen, Imker:innen, Umweltschützer:innen, Menschenrechtsorganisationen und Verbraucher:innen zur Demonstration und Kundgebung gegen den völlig inakzeptablen Gesetzesentwurf zu Neuer Gentechnik ein.

 Wir fordern die Europaabgeordneten auf, mit Nein zu stimmen!

Wir laden Sie herzlich zur bildstarken gemeinsamen Protestaktion ein, um darüber zu berichten. Mit Redebeiträgen, einem Protestbild, der Möglichkeit zu Interviews mit Europaparlamentariern, der Übergabe von Protestnoten.

  • WANN? Dienstag, 16. Juni 2026, von 8 bis 12 Uhr
  • WO? Vor dem Europäischen Parlament in Strasbourg (1 All. du Printemps, Strasbourg, FR 67070)
  • WAS? Kundgebung, Protestbild, Interviews, Übergabe von Protestnoten

WARUM? Am 17. Juni 2026 wird das Europaparlament über die vorgeschlagene völlig inakzeptable Deregulierung von Pflanzen abstimmen, die mit Neuer Gentechnik (NGT) hergestellt wurden. Weiterlesen …

Gentechnikfreie Landwirtschaft muss gesichert werden!

KLB Deutschland fordert im Trilog die Berücksichtigung von Wahlfreiheit, Koexistenz und die Einhaltung des Vorsorgeprinzips

 In Brüssel wird über neue Regelungen für die sogenannten neuen Gentechniken (NGT) diskutiert. Sowohl nach dem Vorschlag der EU-Kommission als auch der Änderungen durch das EU-Parlament und den EU-Ministerrat sollen zukünftig nahezu 90 – 95 % der neuen Gentechnik-Pflanzen ohne Risikoprüfung angebaut und deren Produkte verkauft werden können. Derzeit wird im sog. Trilog nach einer gemeinsamen Lösung gesucht.

Ohne Kennzeichnung – das heißt ohne Erkennbarkeit für die Landwirt*innen und die Verbraucher*innen – , ohne Rückholbarkeit, ohne jegliche Schutzmöglichkeiten vor Kontaminationen und ohne Haftungsregelungen wird das Vorsorgeprinzip, das noch immer in der EU gilt, außer Kraft gesetzt. Vor diesem Hintergrund hat die KLB Deutschland auf ihrer Bundesversammlung am Freitag im Kloster Heiligkreuztal ihre Position für eine gentechnikfreie Landwirtschaft erneuert. Mit dem Antrag des Verbandes katholisches Landvolk (VKL) Rottenburg-Stuttgart, der schon 2010 im Verfahren zum Gentechnikgesetz vor dem Bundesverfassungsgericht mit seiner Expertise eingebunden war, werden die Triolog-Partner (EU-Kommission, EU-Parlament und den EU-Rat) aufgefordert, folgende Kriterien vorzusehen und ihre Entscheidung danach auszurichten: Weiterlesen …

„Einmal bitte volltanken“

Die KLB Deutschland – eine Tankstelle des Glaubens auf dem 104. Katholikentag in Würzburg 13. – 17. Mai 2026

„Einmal bitte volltanken“ – wenn es so einfach wäre mit unserem Glauben. Immer wieder zweifeln wir, an unserem Glauben oder an den Strukturen der Kirche, die sich immer weiter von uns zu entfernen scheint – auf jeden Fall räumlich. Es wird immer schwieriger Orte zu finden, die für uns zur Glaubenstankstelle werden.

Wo ist Ihre Glaubenstankstelle? Wo finden wir Glaubenstankstellen? Können wir selbst zu Glaubenstankstellen für andere werden?

Der Stand der KLB Deutschland auf der Kirchenmeile nahe der Friedensbrücke (FB-L-04) lädt dazu ein, diesen Fragen nachzugehen. Wo sind heute Tankstellen des Glaubens, wo können sie entstehen, weil wir selbst etwas dafür tun. Dazu müssen wir ausgetretene Wege durchaus verlassen, selbst aktiv werden, uns nicht hindern lassen und die eigenen Kompetenzen aktiv einbringen. Die Tischgemeinschaft, zu der die KLB an ihrem Tisch einlädt, kann ein Beispiel dafür sein – ein Tisch, an dem in Gemeinschaft und Gespräch diesen Fragen nachgegangen werden kann und vielleicht Antworten zu entstehen. So kann auch der Stand auf der Kirchenmeile zu einem Kirch- und Segensort werden.

Die KLB ist ebenso mit unterschiedlichen Veranstaltungen präsent, die die Bandbreite ihrer Themen zeigt. Vom Spirituellen Gang durch den Garten oder einen Friedhof bis zu intensiven Diskussionen über das knappe Gut Boden, die Sozialpflichtigkeit des Eigentums bis hin zu den weiten Räumen der Landpastoral.

Das Programm finden Sie hier: 2026-05-11 Die KLB auf dem Katholikentag_Programm

Aus Katholischer Landvolkbewegung Deutschland wird „KLB – Katholischer Verband für die Menschen im ländlichen Raum“

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt auf der Bundesversammlung der KLB in Niederalteich, Bistum Passau, war der Beschluss zur Namensgebung für die KLB. Seit einem Antrag der KLB Freiburg auf der Bundesversammlung im Jahr 2023 wurde in den Diözesanverbänden, in Arbeitskreisen und im Bundesvorstand darüber diskutiert, ob die Katholische Landvolkbewegung Deutschland in Katholische Landbewegung Deutschland umbenannt wird. Hintergrund war eine zunehmende, nicht nur befürchtete, Vereinnahmung des Namens durch rechte und rechtsextremistische Gruppierungen, die sich auf das Landvolk aus der Zeit des Nationalsozialismus` bezogen. Hiervon jedoch sollte und wollte sich die KLB Deutschland eindeutig distanzieren. Die ursprüngliche Bedeutung des Namensteiles als „Volk Gottes“ war in den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen nicht mehr deutlich geworden und ist immer schwieriger verständlich zu machen. Weiterlesen …

Doppelspitze der KLB wieder vollständig – Hans Gall wurde zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt

Auf der Bundesversammlung der KLB in Niederalteich, Bistum Passau, wurde Hans Gall von den 67 Delegierten der KLB aus ganz Deutschland mit überwältigender Mehrheit (98,5%) zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Nach dem Rücktritt von Dr. Kurt Kreiten im Januar war eine Nachwahl erforderlich geworden. Hans Gall war bereits stellvertretender Vorsitzender und kannte die Zusammenarbeit im Bundesvorstand daher schon gut. Dem Landwirt aus der Nähe des Ammersees fiel die Entscheidung daher nicht schwer.

„Der Bundesvorstand der KLB zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass jedes Mitglied besondere Kompetenzen und Stärken hat und diese in das Gremium und den Verband mit Freude einbringt. In diesem guten Miteinander mehr Verantwortung zu übernehmen, ist daher mehr Freude als Pflicht,“ so der neue Bundesvorsitzende Hans Gall. Weiterlesen …