Ein wichtiger Tagesordnungspunkt auf der Bundesversammlung der KLB in Niederalteich, Bistum Passau, war der Beschluss zur Namensgebung für die KLB. Seit einem Antrag der KLB Freiburg auf der Bundesversammlung im Jahr 2023 wurde in den Diözesanverbänden, in Arbeitskreisen und im Bundesvorstand darüber diskutiert, ob die Katholische Landvolkbewegung Deutschland in Katholische Landbewegung Deutschland umbenannt wird. Hintergrund war eine zunehmende, nicht nur befürchtete, Vereinnahmung des Namens durch rechte und rechtsextremistische Gruppierungen, die sich auf das Landvolk aus der Zeit des Nationalsozialismus` bezogen. Hiervon jedoch sollte und wollte sich die KLB Deutschland eindeutig distanzieren. Die ursprüngliche Bedeutung des Namensteiles als „Volk Gottes“ war in den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen nicht mehr deutlich geworden und ist immer schwieriger verständlich zu machen. Weiterlesen …
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Auf der Bundesversammlung der KLB in Niederalteich, Bistum Passau, wurde Hans Gall von den 67 Delegierten der KLB aus ganz Deutschland mit überwältigender Mehrheit (98,5%) zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Nach dem Rücktritt von Dr. Kurt Kreiten im Januar war eine Nachwahl erforderlich geworden. Hans Gall war bereits stellvertretender Vorsitzender und kannte die Zusammenarbeit im Bundesvorstand daher schon gut. Dem Landwirt aus der Nähe des Ammersees fiel die Entscheidung daher nicht schwer.
„Der Bundesvorstand der KLB zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass jedes Mitglied besondere Kompetenzen und Stärken hat und diese in das Gremium und den Verband mit Freude einbringt. In diesem guten Miteinander mehr Verantwortung zu übernehmen, ist daher mehr Freude als Pflicht,“ so der neue Bundesvorsitzende Hans Gall. Weiterlesen …
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Gemeinsam mit Fairtrade und anderen Institutionen setzt sich die KLB Deutschland seit vielen Jahren für faire Preise und faire Handelspraktiken in der Landwirtschaft ein. Ganz aktuell ist sie Mitinitiatorin eines Appells „Landwirtschaft braucht Fairness“!

Weltweit – auch in Deutschland sind faire Preise nicht selbstverständlich. Fair sind Preise, wenn die Menschen ein existenzsicherndes Einkommen erzielen, ein Einkommen, das es möglich macht, Kosten für Ernährung, Wohnen und Gesundheit zu decken, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und auch einen Notgroschen zurücklegen zu können. Und es muss möglich sein, in zukunftsfähige, umweltschonende Anbaumethoden zu investieren. Nur wer nachhaltig wirtschaftet, kann seinen Betrieb weiterentwickeln, Böden schonen und die nächste Generation ermutigen, in der Landwirtschaft zu bleiben. Faire Preise sind also kein Luxus – sie sind die Basis für Ernährungssicherheit, Klimaschutz und den Erhalt bäuerlicher Strukturen. Damit dies gelingen kann, nutzen wir dieses Jahr, in dem die sog. UTP-Richtlinie der EU überarbeitet wird und fordern den Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und die Bundesregierung auf, sich für verbindlich faire Preise in der Landwirtschaft einzusetzen – in Deutschland, in Europa und weltweit.
Der Appell findet sich mit Unterschriftsliste hier:
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Eine unter anderem mit dem ehemaligen Leiter der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL), Prof. Dr. Peter Strohschneider, der Abteilungsleiterin Agrarpolitik des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat (BMLEH), Ministerialdirigentin Christel Jagst, und dem Vorsitzenden des Bund Naturschutzes (BUND) Bayern, Martin Geilhufe, hochkarätig besetzte Veranstaltung zur Zukunft der Landwirtschaft hat sich am Wochenende in Eichstätt mit der Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union befasst. Breite Einigkeit herrschte bei der Forderung nach einem weiterhin eigenständigen EU-Agraretat, wie ihn auch die Bayerische Landwirtschafsministerin Kaniber fordert, und darüber, dass die ökologischen und sozialen Leistungen der Bäuerinnen und Bauern honoriert werden müssen.

Die von Prof. Strohschneider geleiteten Gremien „Zukunftskommission Landwirtschaft“ (ZKL) und „Strategischer Dialog“ (SD) haben in den Jahren 2020 bis 2024 auf deutscher bzw. europäischer Ebene auf breiter gesellschaftlicher Basis konsensual Vorschläge für die zukünftige Ausrichtung der Ernährung und der Landwirtschaft erarbeitet und der Politik vorgelegt. Der am vergangenen Samstag gemeinsam von der Stabsstelle Schöpfung, Klima- und Umweltschutz im Bistum Eichstätt, dem Landesbildungswerk der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) in Bayern e.V. und dem Bund Naturschutz Bayern verantwortete Studientag „Zukunft der Landwirtschaft – eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe!“, zu dem etwa 90 Teilnehmende aus ganz Bayern gekommen waren, versuchte herauszuarbeiten, in wieweit die aktuelle Landwirtschaftspolitik diese Leitlinien aufgreift. Dabei nahm die Veranstaltung insbesondere die aktuellen Pläne der EU für die Ausrichtung der der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028 in den Blick.
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