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„Bayernplan für eine sozial-ökologische Transformation“

„An den Bayerischen Landtag wird appelliert, die Bayerische Staatsregierung aufzufordern, die soziale und ökologische Transformation im Freistaat zu verwirklichen. Dazu soll ein entsprechendes Konzept auf der Basis eines breit angelegten Dialogprozesses und einer parlamentarischen Anhörung entwickelt und mit den zuständigen Gremien auf Bundes- und Europaebene abgestimmt werden.“

Bild: Bierfreund, Simon

 

Begründung

Wir, die Unterzeichnenden, beobachten, dass Corona, Klimawandel, Artensterben, Ungleichheit mit einhergehender sozialer Desintegration und wachsendem Populismus sowie andere Alarmsignale unserer Zeit sich überlagern und wechselseitig verstärken. Dies legt nahe, dass viele dieser Phänomene eine gemeinsame Ursache haben: Die gegenwärtige, neoliberale Art und Weise, Wirtschaft und Gesellschaft zu organisieren, in deren Folge die Gesellschaft sich polarisiert, natürliche Ressourcen übernutzt und verschmutzt, Lebensräume verkleinert, Pandemien Wege  bereitet werden usw. Wir sind überzeugt, dass die Auswüchse der „Hyperglobalisierung“ zurückgefahren werden müssen und sehen uns in Übereinstimmung mit Entwicklungshilfeminister Gerd Müller, der zum Tag der Erdüberlastung am 03.05.2020 sagte: „Die Corona-Krise ist ein Weckruf an die Menschheit, mit Natur und Umwelt anders umzugehen. Ein Auslöser der Pandemie liegt auch am Raubbau an der Natur… Deshalb müssen wir umdenken und können nicht einfach zur Normalität der Globalisierung zurückkehren.“ Weiterlesen …

Landwirtschaft im Klimawandel: Ihre Zukunft lokal und global

Christoph Bals, Germanwatch (Foto: Luise Richard)

Die Situation der Landwirtschaft im Kontext des Klimawandels besser zu verstehen und Handlungsoptionen auszuloten, dazu trugen ca. 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland bei. Konkret waren es in den Vorträgen, Dialogen und Workshops engagierte Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Verbänden, Beratung, entwicklungspolitischen Organisationen, Wissenschaft und Kirche. Deutlich wurde, dass die dringlichen, notwendigen Transformationsprozesse auf der Ebene der Verbraucherinnen und Verbraucher ein deutlich anderes Konsum- und v.a. Ernährungsverhalten bedeuten, auf der Ebene der Landwirtschaft neue, auch grundlegend andere Geschäftsmodelle. Einigkeit bestand darin, dass dazu ein Gesellschaftsvertrag von Nöten ist. Hilfreich kann dabei als ethischer roter Faden die Enzyklika Laudato si sein.

Die Kooperationsveranstaltung von Akademie Franz Hitze Haus mit der Katholischen Landvolkbewegung (Bundesverband), der Katholischen Landvolkbewegung im Bistum Münster und der Deutschen Kommission Justitia et Pax fand vom 28.2. bis 1.3.2020 in Münster  statt.

Hier finden Sie die Tagungsbeiträge zum download:

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Kükenschreddern: Katholisches Landvolk bedauert Urteil

Die Katholische Landvolkbewegung (KLB) bedauert die fortbestehende Erlaubnis des Kükentötens, sieht aber auch positive Aspekte eines entsprechenden Urteils des Bundesverwaltungsgerichts. „Wir lehnen das Töten männlicher Küken aus rein ökonomischen Gründen ab“, sagte die stellvertretende KLB-Bundesvorsitzende Bettina Locklair auf Anfrage von „Kirche-und-Leben.de“. Zugleich begrüßte sie, dass die Erlaubnis nur noch für eine Übergangszeit besteht.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte am Donnerstag entschieden, dass Legehennenbetriebe männliche Küken weiterhin kurz nach dem Schlüpfen töten dürfen. Die Aufzucht von Hähnen, die keine Eier legen und kaum Fleisch für die Mast ansetzen, ist für die Betriebe unwirtschaftlich.

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Stoppt die Monopolisierung von Saatgut durch ‚Baysanto‘ ! Internationaler Aufruf gegen Patente auf Saatgut

14. Juni 2018 / Nach der Übernahme von Monsanto durch den deutschen Chemiekonzern Bayer fordern rund 40 Institutionen aus den Bereichen Pflanzenzucht, Landwirtschaft und Umwelt wirksame Maßnahmen, um die Patentierung der herkömmlichen Züchtung von Pflanzen und Tieren zu beenden. Das Europäische Patentamt (EPA) erteilt derartige Patente obwohl sich alle Institutionen der EU dagegen ausgesprochen hatten und 2017 neue Regeln für die Auslegung des Patentrechts erlassen wurden. Entsprechende Patente betreffen das Saatgut, die Pflanzen und die Ernte beziehungsweise daraus hergestellte Lebensmittel. Weiterlesen …