Wir brauchen keine gentechnisch veränderte Stärkekartoffel

Die KLB sieht keine Notwendigkeit eine gentechnisch veränderte Stärkekartoffel zum Anbau freizugeben. Sie unterstützt damit die Meinung der Stärkeindustrie.

Katholisches Landvolk unterstützt Stärkeindustrie

Durch die Zulassung der gentechnisch veränderten Stärkekartoffel Amflora sieht sich die Katholische Landvolkbewegung (KLB) Deutschlands in ihrer kritischen Haltung  zum aktuellen Zulassungsverfahren bestärkt und lehnt die Genkartoffel Amflora ab. Auch die Stärkeindustrie reagierte bereits deutlich zurückhaltend. „Wir unterstützen die ablehnende Haltung der Industrie und sind optimistisch, denn es gibt bereits Alternativen zu Amflora, die nicht gentechnisch verändert sind“ erläutert  Heinz Gerster.   So habe beispielsweise die niederländische Firma Avebe eine Knolle auf den Markt gebracht, deren Stärke zu 99 Prozent aus dem von der Industrie begehrten Amylopektin bestehen soll.

Vieles sprach und spricht gegen die Genkartoffel Amflora und doch hat die EU-Kommission sie Anfang März zugelassen. Die Katholische Landvolkbewegung Deutschlands äußert sich besorgt über einen damit möglicherweise eingeschlagenen unausgewogenen Pro-Gentechnikkurs auf europäischer Ebene. „Wir halten die Zulassung und den Anbau der Gentech-Kartoffel für unverantwortlich und überflüssig“, sagt Heinz Gerster. Die Amflora-Kartoffel enthält antibiotische Genmarker. „Diese veraltete Technik kann zu Resistenzen von medizinischen Antibiotika führen“, erläutert Heinz Gerster.  Darüber hinaus bestehe die Gefahr, dass Amflora in die Nahrungskette gelange, schließlich sei die Kartoffel auch zur Verfütterung frei gegeben.

Aus Kreisen der FDP im Bundestag hieß es, dies sei ein wichtiges Zeichen für mehr Innovationen in der Landwirtschaft. Dem hält die Katholische Landvolkbewegung entgegen, dass die Menschen auf Innovationen verzichten können und wollen, deren Preis viel zu hoch sei und vor allem von unseren Kindern, Enkeln und Urenkeln bezahlt werden müsse.

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