„Kirchenland im Spannungsfeld sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Interessen“

„Kirchenland im Spannungsfeld sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Interessen“ war die Überschrift einer Tagung in Loccum.
Sie wurde getragen von KLB, EDL, der ev. Akademie Loccum, dem Bundesamt für Naturschutz und der Michael-Succow-Stiftung.

Ergebnis der Tagung

Loccumer Appell zur Verpachtung von Kirchenland (der auch in der pdf-Datei zu lesen ist):

  1. Kirchen sollten sich der Bedeutung und des Wertes ihres Bodens bewusst sein.
  2. Kirchen und Kirchengemeinden müssen sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein und Verantwortung für ihr Land übernehmen.
  3. Kirchengemeinden sollten bei der Verpachtung ökonomische, ökologische und soziale Aspekte berücksichtigen (Nachhaltigkeit).
  4. Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen sind aufgefordert, sich für die Bewahrung der Schöpfung aktiv einzusetzen, z. B. für Biodiversität, Luft, Wasser, Boden.
  5. Die Leitlinien für Verpachtungen lieferen die Landeskirchen, die konkrete Ausgestaltung der Vergabekriterien sollte auf regionaler und lokaler Ebene erfolgen.
  6. Kirchengemeinden sollten die Vergabe des Kirchenlandes transparent gestalten.
  7. Kirchengemeinden sind aufgefordert, als Verpächter diese Ziele in einem wertschätzenden Dialog mit Pächtern von Kirchenland umzusetzen.
  8. Kirchengemeinden sollten offen sein für einen Dialog mit unterschiedlichen Interessengruppen.
  9. Die Kirchengemeinden sollten dabei ihre Unabhängigkeit gebenüber Dritten wahren.
  10. Menschen in den Kirchengemeinden sollten befähigt werden, ihre Verantwortung wahrnehmen zu können.

Per Akklamation vom Plenum am Ende der Tagung verabschiedet.

Veranstalter der Tagung:

Dr. habil. Monika C.M. Müller Ev. Akademie Loccum

Dr. Norbert Wiersbinski, Bundesamt für Natuschutz

Ulrich Ketelhodt, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt, Nordkirche

Thomas Beil, Succow Stiftung

Ulrich Oskamp, Katholische Landvolk Bewegung

loccumer-appell

 

 

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