Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) – veranstaltet vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Auch in diesem Jahr ist die KLB und der ILD (Internat. Ländlicher Entwicklungsdienst) mit einem Fachpodium vertreten. Am Freitag, 20. Januar 2017, geht es um die Vereinbarkeit und Zukunft von Wasser und Landwirtschaft. Am Beispiel eines Projektes in der Andenregion in Ecuador.

VON WORTEN ZU TATEN – WIE LASSEN SICH AGRAR- UND WASSERPOLITIK IM RAHMEN DER AGENDA 2030 WIRKSAM MITEINANDER VERBINDEN?

Hunger soll bis im Jahr 2030 weltweit überwunden sein, darauf hat sich die internationale Staatengemeinschaft mit den nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) geeinigt. Um dieses Ziel tatsächlich erreichen zu können, besteht allerdings enormer Handlungsbedarf. Gerechte Wasserverfügbarkeit und -verteilung spielen hierbei eine große Rolle, da sich die mangelnde Verfügbarkeit der knappen Ressource hinderlich auf die landwirtschaftliche Produktion und somit auf die Ernährungssicherung, insbesondere von Kleinbauern in Entwicklungsländern, auswirkt. Die implizite Verlinkung der Themenkomplexe Ernährung und Wasser und der sich daraus ableitende Auftrag für die Regierungen und die internationale Staatengemeinschaft ist eindeutig: Sie müssen den exekutiven Rahmen vorgeben, um eine transformative Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda bis zum Jahr 2030 zu ermöglichen.

Das gemeinsam von der Welthungerhilfe und der KLB/ILB organisierte Fachpodium soll näher beleuchten, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um ressourcenschonende Produktionsmethoden breitenwirksam für kleinbäuerliche Familien zugänglich zu machen, die nach wie vor den Großteil der weltweit verzehrten Lebensmittel produzieren. Welche Rolle dabei der Politik, Zivilgesellschaft, internationalen Organisationen sowie Interessensvertretern kleinbäuerlichen Strukturen zukommt, soll in einem heterogen zusammengesetzten Panel diskutiert werden.

Welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, um nationale Politik mehr auf die Bedürfnisse von nachhaltiger landwirtschaftlicher Produktion auszurichten und die Agenda2030 erfolgreich umzusetzen? Welche Rolle kann dabei die Zivilgesellschaft spielen?

Wasser als Schlüssel zur ländlichen Entwicklung. Organisation und Selbsthilfe kleinbäuerlicher Gemeinschaften als Zugangsvoraussetzung. Wie können Partner in Europa unterstützend mitwirken?

VERANSTALTER
Katholische Landvolkbewegung (KLB)

Internationaler Ländlicher Entwicklungsdienst (ILD)

Deutsche Welthungerhilfe e.V.
MODERATION
Dagmar Dehmer, Tagesspiegel

PODIUMSBESETZUNG
Luis Velasco, FUNDYVIDA, Ecuador
Daniel Rietschin, PLI, Schweiz
Nicole Podlinski, Bundesvorsitzende Katholische Landvolkbewegung

PODIUMSBESETZUNG
Honoré FEIZOURE, ZAR Landwirtschaftsminister Zentralafrikanische Republik
Perin Saint-Ange, IFAD, Associate Vice-President, Programme Management Department
Dr. Till Wahnbaeck, Vorstandsvorsitzender Welthungerhilfe e.V.
Djénéba Diallo, ROPPA (Le Réseau des organisations paysannes et de producteurs de l’Afrique de l’Ouest), Burkina Faso

 Das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) ist eine internationale Konferenz zu zentralen Zukunftsfragen der globalen Land- und Ernährungswirtschaft und findet jedes Jahr im Januar während der Internationalen Grünen Woche in Berlin statt. Mit zahlreichen Veranstaltungen bietet das dreitägige Forum Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft Gelegenheit, sich über ein jährlich wechselndes agrarpolitisches Schwerpunktthema auszutauschen und zu verständigen. Das GFFA wird veranstaltet vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Kooperation mit dem GFFA Berlin e.V., dem Senat von Berlin und der Messe Berlin GmbH.

 WELTERNÄHRUNG

  1. – 21. Januar 2017, Berlin

Wasser ist Leben. Die Erdoberfläche ist zu rund 70 Prozent mit Wasser bedeckt. Hiervon sind für den Menschen jedoch nur etwa ein Prozent als Süßwasser frei zugänglich und nutzbar. In den vergangenen 50 Jahren hat sich der Wasserverbrauch weltweit verdreifacht. Der zunehmenden Wasserknappheit folgen in betroffenen Regionen eine Verschärfung von Nutzungskonkurrenzen sowie die Gefährdung ökonomischer und sozialer Entwicklung sowie politischer Stabilität.

Die nachhaltige Nutzung der lebensnotwendigen Ressource Wasser stellt eine der zentralen globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts dar. Dies gilt auch und insbesondere für die Landwirtschaft: Die Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse verbraucht etwa 70 Prozent des genutzten Süßwassers weltweit. Schätzungen der

Hinterlassen Sie einen Kommentar