260.000 Postkarten an Abgeordnete für Rentenreform

„Jetzt die Weichen stellen und Altersarmut bekämpfen!“: Forderungen beim Spitzentrffen des Rentenbündnisses der katholischen Verbände an Koalitionsverhandlungen

v.l.n.r.: Andreas Luttmer-Bensmann (KAB-Bundes-vorsitzender), Monika Mertens (kfd-Bundesvorstand), Nicole Podlinski (KLB Bundesvorsitzende), Ulrich Vollmer (Bundessekretär Kolpingwerk Deutschland), Matthias Dantlgraber (Bundesgeschäftsführer FDK)

Düsseldorf, 13. November 2017 – Über eine Viertel Million Postkarten zur Forderung einer Rentenreform: Das ist die Zwischenbilanz beim heutigen Spitzentreffen des Rentenbündnisses der katholischen Verbände. Knapp zwei Monate nach der Bundestagswahl haben die BündnispartnerInnen Familienbund der Katholiken (FDK), Katholische Arbeitnehmerbewegung Deutschlands (KAB), Kolpingwerk Deutschland, Katholische Landvolkbewegung Deutschlands (KLB) und Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ihre Forderungen an die neue Bundesregierung für eine solidarische und gerechte Weiterentwicklung der gesetzlichen Rente bekräftigt.
Mit der Postkartenaktion „Jetzt die Weichen stellen und Altersarmut bekämpfen!“ macht sich das Bündnis für eine Rentenreform stark, die durch eine Sockelrente Altersarmut verhindert, Kindererziehung besser anerkennt, Pflegezeiten stärker und auch nach Renteneintritt berück-sichtigt und dabei alle Erwerbstätigen einschließt.
Die Aktion wurde am Tag nach der Bundestagswahl im September gestartet: Kostenfrei können Mitglieder der teilnehmenden Verbände Karten beziehen und an wieder- oder neugewählte Abgeordnete schicken, um sie für die Forderungen des Rentenbündnisses zu gewinnen. Bisher sind über 260.000 Karten bestellt worden.
Die Forderungen im Detail:
Bürgerinnen und Bürger sollen im Alter – unabhängig von ihren Erwerbsverläufen – innerhalb des Systems der gesetzlichen Rentenversicherung durch eine existenzsichernde Sockelrente abgesichert sein.
Leistung soll belohnt werden: Alle Menschen erhalten zusätzlich zum Sockel entsprechend ihrer Beiträge durch Kindererziehung, Pflege und Erwerbsarbeit individuelle Rentenanwartschaften.
Die Pflege von Angehörigen muss sich auch nach Eintritt ins Rentenalter rentensteigernd auswirken. Die Inanspruchnahme eines Pflegedienstes zur Unterstützung zu Hause darf keine Nachteile bei der Rentenberechnung bedeuten.
Auch für vor 1992 geborene Kinder sollen drei Jahre Erziehungszeiten in der Rente anerkannt werden. Dies muss durch Steuermittel finanziert werden.
Die gesetzliche Rentenversicherung soll dahingehend erweitert werden, dass sie alle Erwerbstätigen ohne obligatorische Absicherung einbezieht und langfristig zu einer allgemeinen Erwerbstätigenversicherung ausgebaut wird.

Weitere Informationen: http://www.buendnis-sockelrente.de.

http://www.kfd-bundesverband.de/projekte/rentenmodell.html

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